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 Erfüllung eines Wunsches 
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Hi Rob!

Das wollte ich Dich schon immer mal fragen: Was hälst Du von der Verfilmung mit Patrick Bergin und Uma Thurman? Ich fand sie nicht schlecht, aber da sie fast zeitgleich mit der Costner-Verfilmung rauskam, hatte sie natürlich keine Chance. Jürgen Prochnow als Fiesling konnte mich übrigens nicht überzeugen.

Shaz (gleich mal die Korsett-Geschichte weiterlesend)


Montag 12. Januar 2004, 08:40
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Shazzer hat geschrieben:
Das wollte ich Dich schon immer mal fragen: Was hälst Du von der Verfilmung mit Patrick Bergin und Uma Thurman? Ich fand sie nicht schlecht, aber da sie fast zeitgleich mit der Costner-Verfilmung rauskam, hatte sie natürlich keine Chance. Jürgen Prochnow als Fiesling konnte mich übrigens nicht überzeugen.


Hallo Shazzie, :wink:

Dieser Film wurde im gleichen Jahr wie "König der Diebe" gedreht und ging in dessen Popularität vollkommen unter, was wohl auch daran liegt, dass Patrick Bergin einfach nicht mit Kevin Costner mithalten konnte, was Aussehen und Schaupsielkunst betrifft. Jedenfalls für meinen Geschmack.

Der sächsische Edelmann Robert Hode hilft einem ertappten Wilderer zu entkommen und da er dabei einen normannischen Edelmann beleidigt, wird er von seinem Freund Baron Daguerre zu Gericht gebeten, wo er zum Auspeitschen verurteilt wird. Das lässt er sich nicht gefallen und zusammen mit seinem Freund Will Scarlet fliehen sie in die Wälder. Dort begegnen sie dem Anführer einer Bande von Kriminellen, John Little, der sie nach einem Stockkampf mit zu ihrem Versteck bringt. Sir Robert nennt sich von nun an "Robin Hood", da er nicht zugeben will, dass er eigentlich ein Edelmann ist. Nachdem er bewiesen hat, dass er sehr gut schießen kann, werden die beiden in der Bande aufgenommen. Um sich für sein Schicksal zu rächen, raubt er die schuldigen Normannen aus und steigt so zu einem angesehenen Mitglied der Gruppe auf. Schließlich bekommt er die Männer überzeugt, Geld zu rauben und es den Armen zu geben, damit diese ihn nicht an die Obrigkeit verraten. Die Tochter von einem seiner größten Feinde, die schöne Marian (Uma Thurman), verliebt sich in den Geächteten und kommt (als Junge verkleidet) zu ihm, wodurch sie ihm später das Leben retten kann und dabei erkannt wird. Die beiden schlafen miteinander, doch als Robin kurze Zeit später weg muss, wird Marian von einem der Geächteten entführt, der sich an Robin rächen will. Er bringt sie nach Nottingham zurück, wo sie mit Sir Miles Folcanet, dem Haupt-Bösen der Geschichte verheiratet werden soll. Sie weigert sich, aber ihr Vormund Baron Daguerre zwingt sie, in der Kirche zu erscheinen. Die Geächten schleichen verkleidet in die Burg und Robin wohnt der Hochzeitszeremonie bei. Als Marian auf die Frage "Willst du?" mit einem klaren "Nein!" antwortet und alle sie schockiert anstarren, schreitet Robin (endlich) ein und Sir Miles und er kämpfen gegeneinander in der sich schnell leerenden Kirche. Schließlich besiegt er Sir Miles und der Rest seiner Bande wiegelt die unterdrückten Sachsen auf, die schließlich ebenfalls gegen die Normannen kämpfen. Es wird Frieden zwischen beiden Parteien geschlossen und Robin und Marian heiraten am Ende, als Zeichen, dass eine Verbindung zwischen Sachsen und Normannen möglich ist..
...und wenn sie nicht gestorben sind...


Dieser Film ist wirklich nicht so gut wie "König der Diebe", mehreren Hauptdarstellern merkt man an, dass sie nur spielen (Uma Thurman ist ein wirklicher Lichtblick in der Sache) und die Geschichte quält sich nur langsam vorwärts, daher ist auch das Ende ziemlich absehbar. Das Einzige, was wirklich besser ist als in vielen anderen Filmen ist, dass das Land und die Armut (und das engl. Wetter) der 'dunklen' Zeit sehr treffend dargestellt werden (alles ist fast immer in Dämmerlicht getaucht), man kann sich gut vorstellen, dass die Leute damals wirklich so gelebt haben. Eins ist seltsam, König Richard Löwenherz kommt in dem Film kein einziges Mal vor (sein Name wird ein oder zweimal erwähnt, aber mehr auch nicht).

Da war der Sheriff beim Costner wirklich fieser!

Grüße von
Robin


Montag 12. Januar 2004, 10:24
Beitrag 
Hi Rob!

Ja, der Stil des Films war komplett anders, vielleicht historisch etwas korrekter, aber eben weniger unterhaltsamer und mit einem geringeren Marketing-Budget ausgestattet als Costners Film. Patrick Bergin kam nicht so wirklich gut als Robin Hood, aber ansonsten finde ich schon, dass er ein guter Schauspieler ist. In "Der Feind in meinem Bett" mit Julia Roberts z.B. fand' ich ihn exzellent und der Typ, den er da darstellt, ist übrigens ein Fiesling, den ich in keiner Weise anziehend finde, nur um mal anschaulich zu betonen, wie gut er meiner Meinung nach den Horror rübergebracht hat. Damit ich Fieslinge mag, müssen sie wenigstens ein bisschen ironisch überzeichnet sein.

Zu Richard Löwenherz: Als ich "König der Diebe" im Kino gesehen habe, gab es an der Stelle, wo Sean Connery ins Bild geritten kam, spontanen Szenenapplaus. Im Kino! Eigentlich bekloppt.

Shazzer


Montag 12. Januar 2004, 11:29
Beitrag 
Shazzer hat geschrieben:
Zu Richard Löwenherz: Als ich "König der Diebe" im Kino gesehen habe, gab es an der Stelle, wo Sean Connery ins Bild geritten kam, spontanen Szenenapplaus. Im Kino! Eigentlich bekloppt.
Shazzer


Das ist aber ein Klasse Kino bei Dir!

Hallo Shazzer,

naja, das mit den Filmen ist sowieso immer mentalitätsabhängig! Was dem einen gefällt, kann der andere nicht ausstehen. So finde ich zum Beispiel den "1.Ritter" hervorragend (übrigens mit S.Connery) eine Freundin von mir, findet ihn mißlungen, weil er der Arthus-Sage gar nicht entspricht. Mir ist das in diesem Fall egal, weil ich die Liebe zwischen Guinevere und Lancelot als schauspielerisch hervorragend dargestellt empfinde. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Shazzer hat geschrieben:
...vielleicht historisch etwas korrekter, ...


Das Problem mit der historischen Einordnungvon Robin Hood ist sehr schwierig. Man kénnt noch nicht einmal seinen richtigen Namen, wenn er denn überhaupt gelebt hat. Irgendwann einmal gab es die Legende - aber ob sie parallel zu ihrer Hauptperson entstanden ist, oder früher, daß kann heute niemand mehr sagen. Wie schon der englische Historiker James C. Holt in seiner Studie über Robin Hood ("Robin Hood, Die Legende von Sherwood Forest") gleich von Anfang an klarstellt, gibt es hunderte von Personen, die mögliche Kandidaten für 'unseren' Robin Hood wären - und selbst wenn man die meisten davon bald aussortieren kann, bleibt doch ein ganzer Haufen von Personen übrig, die zu verschiedenen Zeiten und auch nicht immer an den selben Orten leicht als Robin Hood gegolten haben können.
In der Legende um Robin Hood gibt es neben dem Namen Robin Hood noch weitere Bezeichnungen für unseren Held, am bekanntesten sind die beiden Namen Loxley und Huntington (siehe "Robin of Sherwood", deswegen ist die Serie so gut in die Historie eingegliedert, auch in dem Hinblick mit ihren Keltischen Mythen [Herne, die 7 Schwerter des Wayland etc.]) geworden und vor allem in den späteren Legenden entwickelt Robin sich immer weiter, am Ende gilt er sogar als der - zu Unrecht - geächtete Sohn eines Grafen, so daß sein Name eigentlich Robin/Robert of Loxley oder Robin/Robert of Huntington gelautet haben soll.

Hoffe etwas zur Verwirrung beigetragen zu haben.
Gruß Robin


Montag 12. Januar 2004, 13:43
Beitrag 
Hi alle zusammen!

Zitat:
Hoffe etwas zur Verwirrung beigetragen zu haben.

Nö, eigentlich nicht Robin, weil ich den Film nämlich auch gesehen habe :wink: . Also ich muss sagen, mir gefiel er sehr gut. Er war schön gemacht, mit lustigen Stellen (denn ich brauch immer mal was lustiges) und richtig lebensecht. Bravo :applaus: .

Tschüssi

Cleopatra


Dienstag 13. Januar 2004, 15:54
Beitrag 
Hallo Cleopatra,

meinst Du den "Robin Hood- König der Diebe" oder die Serie "Robin of Sherwood"?
Beim Costner-Film sind natürlich einige Schnitzer mit drin. Die Szene mit den zwei Pfeilen, Robin trift zwei Soldaten zu Pferd mit zwei Pfeilen gleichzeitig wenn er von jedem Pfeil eine Feder abtrennt(?), wirkt zum Glück nur in der aktionsreichen Umgebung. Bei etwas Wissenstand über das Bogenschiesen unmöglich! Und wie der Sheriff die großen Schleudern in den Wald bekommen hat, ist mir auch ein Rätsel?(Womit die Feuerkugeln verschossen wurden!) Aber es ist eben nur ein Film, ein guter!

Grüße von Robin


Dienstag 13. Januar 2004, 17:12
Beitrag 
Zitat:
Und wie der Sheriff die großen Schleudern in den Wald bekommen hat, ist mir auch ein Rätsel?


War seine Frau Mama nicht eine Hexe? Oder à la Harry Potter mit einem Portschlüssel oder so.


Dienstag 13. Januar 2004, 17:25
Beitrag 
Shazzer hat geschrieben:
Zitat:
Und wie der Sheriff die großen Schleudern in den Wald bekommen hat, ist mir auch ein Rätsel?


War seine Frau Mama nicht eine Hexe? Oder à la Harry Potter mit einem Portschlüssel oder so.


Das war nicht richtig seine Mama. Die hat ihn nur groß gezogen, zu mal die nur "schwarz sehen" konnte" Nix so mit zaubern von Dingen wie Merlin z.B.

Robin


Dienstag 13. Januar 2004, 17:35
Beitrag 
Nein, nein....ich meine mich erinnern zu können, dass das implizit irgendwie angedeutet wurde, dass sie seine Mutter ist, auch wenn ihm das natürlich nicht schmeckte. Wer kann ihm das verdenken?


Dienstag 13. Januar 2004, 18:33
Beitrag 
Hallo Shazzer,

Shazzer hat geschrieben:
Nein, nein....ich meine mich erinnern zu können, dass das implizit irgendwie angedeutet wurde, dass sie seine Mutter ist, auch wenn ihm das natürlich nicht schmeckte. Wer kann ihm das verdenken?


möchte ich mich jetzt echt mit Dir streiten. (Das war gestern.) Aber das habe ich nun gelassen. Statt dessen habe ich die Kassette rausgeholt und mir angesehen. Es wird im Film zweimal das Verhältnis des Sheriffs mit der Hexe Mortiana direkt angesprochen. Einmal, als Robin und Nasir, Duncan (der Diener der 'von Loxleys') in der Burgruine seines Vaterhauses finden und er erzählt:"Es war der Sheriff mit seiner Hexe und sie sagten, dein Vater war ein Teufelsanbeter. Ich habe ihnen aber nicht geglaubt, selbst als sie mir das Augenlicht nahmen!"

Und ein zweites Mal, als Robin im Wald mit der Handvoll Geächteter, das ersten Mal zusammensitzt und Med trinkt. Little John sitzt im Baum und erzählt, wieso sie gächtet wurden. Er sagt:" .. man erzählt sich, der Sheriff wurde von einer Hexe großgezogen!"

Das sind die einzigen Passagen wo ein direkter Bezug zwischen den beiden (Sheriff und Mortiana) erwähnt wird. Also, sie ist nicht seine Mutter!

Beste guten Morgen Grüße
von Robin


Mittwoch 14. Januar 2004, 05:47
Beitrag 
Zitat:
möchte ich mich jetzt echt mit Dir streiten. (Das war gestern.)


Wie? Haben wir uns gestern gestritten? Ist mir gar nicht aufgefallen. Oder streiten wir uns heute? Kannst Du haben, aber eigentlich habe ich überhaupt keinen Bock drauf.

Ich bin jedenfalls immer noch der Meinung, dass die Alte seine Mutter war. Leider habe ich den Film nicht gesehen, als er neulich im Fernsehen kam. Das wurde auch nicht direkt ausgesprochen, mehr so unterschwellig angedeutet. Ist aber auch total egal.

Bild

Shazzer


Mittwoch 14. Januar 2004, 08:48
Beitrag 
Nee, nee. Wir haben uns nicht gestritten. Will ich auch nicht. Ich hatte aber gestern Abend, mit meiner Tochter zusammen, den ganzen Film noch einmal durch gesehen. Es ist kein Hinweis auf ihre Mutterschaft, ob angenommen oder wirklich. Nur als er die Kinder, nach dem er die Gefangenen von Robins Truppe, vorführt und sich ein Mädchen herausgreift.Da erzählt er seine "Kindheitsgeschichte." Das er frühzeitig seine Eltern verloren hat. Und die Sache mit Little John habe ich ja schon geschrieben. Ansonsten redet er die Hexe mit Lady, oder Sie an. Das hat aber zur damaligen Zeit nichts zu sagen.

Friedensgrüße aus Sherwood von
Robin


Mittwoch 14. Januar 2004, 10:01
Beitrag 
Hallo Shazzer,

http://www.angelfire.com/ab/beeorn14/robinhood.html

hier steht auch nur das sie "seine Hexe" war. Nicht seine Mutter! Du kannst mir glauben, die beiden sind nicht verwand!

Wußtest Du, daß es schon im Oktober 1997 die 1.Robin Hood Konferenz (4 Stück im Moment insgesamt) gab? An der Universität von Rochester werden richtige wissenschaftliche Studien um die Legende Robin Hood geführt. Dort muß es sogar einen Earl of Huntingdon geben, dessen Blutlinie bis ins 6 Jh. zurückverfolgt werden kann! 8O

Grüße von Robin


Mittwoch 14. Januar 2004, 14:45
Beitrag 
Wieso "schon" im Oktober 1997? Da sind die Jungs doch eigentlich ziemlich spät dran, oder?


Mittwoch 14. Januar 2004, 15:35
Beitrag 
Shazzer hat geschrieben:
Wieso "schon" im Oktober 1997? Da sind die Jungs doch eigentlich ziemlich spät dran, oder?


Naja, das kanst Du nehmen wie Du willst. Ich finde es ist bemerkenswert, daß eine Legende es schon Wert ist untersucht zu werden! Bis in die '80iger war das ja nur als Märchen abgetan. Wenn sich nun Wissenschaftler damit beschäftigen ... Troja, so glaubte man, war auch nur eine Erfindung von Homer. Dann entdeckte man die Überreste von Troja. Wie wird es dann bei Atlantis sein?

Grüße von
Robin


Mittwoch 14. Januar 2004, 15:41
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